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"Heute haben die guten Leute
gewonnen" Kanada: Schuldspruch für
stellvertretenden chinesischen Generalkonsul in
Toronto

(clearwisdom.net)
Am 3. Februar
2004 eröffnete der Oberste Gerichtshof von Ontario den Prozess wegen einer
Verleumdungsklage, die Herr Joel Chipkar, ein Falun Gong - Praktizierender
aus Toronto, gegen den stellvertretenden chinesischen Generalkonsul in
Toronto, Herrn Pan Xinchun, eingereicht hatte. Der Beklagte Pan Xinchun
wurde wegen Verleumdung verurteilt und angewiesen, für den Schaden
aufzukommen, den er dem Kläger verursacht hatte.
Zum ersten Mal
hat damit ein Falun Gong-Praktizierender einen Prozess gegen einen
chinesischen Diplomaten wegen der Verfolgung von Falun Gong außerhalb
Chinas geführt und gewonnen. Dies ist auch der erste Gerichtsfall, bei dem
ein chinesischer Diplomat wegen Verleumdung und Verbreitung von Hass gegen
Falun Gong verklagt wurde.
Als Herr
Chipkar und seine Frau aus dem Gerichtssaal herauskamen, sagte der Anwalt
des Klägers, Peter Downard: "Heute haben die guten Leute gewonnen."
Pan
Xinchun in Abwesenheit verurteilt
Richter Harvey Spiegel
verlas 45 Minuten lang die Dokumente, die von Peter Downard, dem Anwalt
des Klägers, übergeben worden waren. Nach Beginn des Prozesses hörte der
Richter dem Kläger-Anwalt Downard zu, der Hintergrundinformationen über
den Fall vorbrachte. Das Gericht hörte auch die Beweise darüber, wie Pan
Xinchun sich der Zustellung der Klage entzogen hatte.
Auf Anfrage des Richters
antwortete Anwalt Downard, er glaube, dass Pan Xinchun Angst habe, als
Zeuge vernommen zu werden. Während der nun fast fünf Jahre dauernden
Verfolgung gegen Falun Gong hat die chinesische Regierung ihre
überseeischen Konsulate dazu eingesetzt, gegen Falun Gong zu hetzen und es
zu verleumden. Was diese Konsulatsbeamten machten, überschreite ihre
normale Funktion und stelle Verleumdung dar. Pan Xinchun beging einen
weiteren Fehler, nämlich die gerichtlichen Verfahren zu ignorieren, die
Annahme von Gerichtsdokumenten abzulehnen und nicht vor Gericht zu
erscheinen.
Nach seiner dreimaligen Ablehnung der Klage-Zustellung
verwirkte Pan Xinchun sein Recht auf Verteidigung. Er war während des
Gerichtsprozesses nicht anwesend. Richter Harvey Spiegel sprach das Urteil
in Abwesenheit des Beklagten, der seine Handlung nicht verteidigt hatte.
Richter Harvey Spiegel sprach Joel Chipkar 1.000 kanadische Dollar als
Schadensersatz und 10.000 kanadische Dollar für Gerichtskosten
zu.
Während eines Interviews nach dem Prozess wies Kläger Chipkar
darauf hin, dass er einen Urteilsspruch von nur 1.000 $ gefordert hatte,
weil er klar machen wollte, dass es ihm um die Sache und nicht um das Geld
ginge. Der Anwalt des Klägers, Peter Downard, sagte: "Diese Verfügung
beinhaltet die klare Botschaft, dass die von China ausgehende Förderung
der Verfolgung von Falun Gong in Kanada von den kanadischen Gerichten
verurteilt wird. Es ist lebenswichtig, dass unsere Justiz auf die
unerlaubte Verbreitung von Hass in unserem Land reagiert."
Anstifter zu Hass genießen keine
Immunität
Hinsichtlich des Immunitätsschutzes gab der
Anwalt des Klägers an, dass nach internationalem Völkerrecht Diplomaten
diplomatische Immunität genießen, und konsularische Amtsträger
konsularische Immunität genießen. Allerdings haben konsularische
Amtsträger eine sehr begrenzte Immunität, die sie nur in der Ausführung
ihrer konsularischen Funktionen schützt. Der Beklagte verleumdete den
Kläger außerhalb seiner konsularischen Funktionen. Das vorliegende
Beweismaterial war ausreichend, um Pan Xinchun vom Schutz der Immunität
auszuschließen. In diesem Fall waren die Handlungen des Beklagten
eindeutig eine Verletzung des Völkerrechts.
Insbesondere verletzte
die Verleumdung des Beklagten die internationale Konvention der
Bürgerrechte, denen Kanada am 19. Mai 1976 zugestimmt hatte. China
unterschrieb und ratifizierte sie am 5. Oktober 1998.
Obwohl die
chinesische Regierung beträchtlichen Druck auf Kanadas Regierung ausgeübt
und das kanadische Außenministerium gebeten hatte, einzuschreiten und die
Klage zu unterbinden, informierte das Außenministerium von Kanada die
Medien, dass es sich in diesen Prozess nicht einmischen werde, da die
Gerichte für die Klage zuständig seien.
In den vergangenen fast
fünf Jahren sind überseeische chinesische Konsulate ein aktiver Teil der
Verfolgung von Falun Gong gewesen. In Missachtung der Gesetze hetzten sie
örtliche chinesische Gemeinden und ausländische Regierungen gegen Falun
Gong auf. Das Urteil ist in diesem Fall ein Durchbruch, der zeigt, dass
sie sich nicht weiter unter dem Schirm der diplomatischen Immunität
verstecken können.
Warnung an die überseeischen
chinesischen Beamten
Berichten zufolge hat das chinesische
Konsulat in Toronto seit Einreichung der Klage Briefe, die es an
kanadische Regierungsbeamte geschickt hat, nicht mehr unterschrieben. Das
chinesische Konsulatspersonal hat offensichtlich Angst davor, für seine
Handlungen verantwortlich gemacht zu werden. Kanadische Falun
Gong-Praktizierende wiesen darauf hin, dass Jiang Zemins überseeische
Komplizen zu helfen versuchen, die Verfolgung im Festland China weiter zu
verschärfen. Sie nutzen die überseeischen chinesischen Medien, um die
Verleumdung auszubreiten und Hass zu säen. Wohin sie auch als
konsularische Beamte gehen, verteilen sie Anti-Falun Gong-Materialien. Sie
stellen Schläger ein, um Falun Gong-Praktizierende zu bedrohen und zu
belästigen und unter den Übersee-Chinesen und ausländischen Staatsbeamten
Hass gegen Falun Gong entfachen. Sie machen Gebrauch von der Verleumdung
in Übersee und bringen dies zum Festland-China zurück, um so dazu
beizutragen, die Verfolgung in China zu rechtfertigen und zu unterstützen.
Das Urteil im Fall Pan Xinchun dient als eine klare Warnung an
alle chinesischen konsularischen Beamte: Diejenigen, die dem Regime von
Jiang Zemin und dessen Nachfolgern helfen, die Verfolgung gegen Falun Gong
durchzuführen, werden zur Verantwortung gezogen. Es ist nur eine Frage der
Zeit.
Nur ein Anfang
Nach Einreichung der
Klage schenkten die kanadischen Falun Gong-Praktizierenden dem Fortgang
große Aufmerksamkeit. Am Tag des Prozesses selbst gingen fast hundert
Falun Gong-Praktizierende zum Gericht und warteten auf das Urteil. Als das
Ergebnis bekannt wurde, sagten sie, der Erfolg dieser Klage sei nur ein
Anfang.
Der Kläger, Falun Gong-Praktizierender Joel Chipkar,
erklärte: "In China wurden meine Schwiegereltern brutal gefoltert, weil
sie sich weigerten, die Lügen des Jiang Zemin Regimes zu akzeptieren. Sie
verloren alles. Der Hass hat sich bis nach Kanada ausgebreitet und hat
Einfluß auf meine Familie ausgeübt. Als Kanadier muss ich meine Familie
vor Schaden schützen."
Man erfuhr, dass Chipkar's Schwiegereltern
in China in die Obdachlosigkeit gezwungen wurden, nur weil sie Falun Gong
praktizieren. Chipkar sagte, der Erfolg dieser Klage habe große Bedeutung
nicht nur für ihn, sondern auch für jeden Falun Gong-Praktizierenden in
China und im Ausland.
Hintergrundinformationen:
Kurz nach dem Tod der an SARS gestorbenen 16 Menschen in Toronto,
veröffentlichte der "Toronto-Star" am 25. April 2003 einen Brief von Joel
Chipkar, in dem er seine Sorge über die Vertuschung von SARS ausdrückte,
die zur Ausbreitung von SARS in Toronto geführt habe. In den
vergangenen 4 Jahren hatte Chipkar, ein örtlicher Geschäftsmann und Falun
Gong-Sprecher, auch Briefe an das chinesische Konsulat in Toronto
geschrieben und für ein Ende der Verfolgung von Falun Gong in China
appelliert, wo seine Schwiegermutter und sein Schwiegervater brutale
Folter erlitten. Nun leben sie in Toronto im Exil.
Am 1. Mai 2003
erschien in der gleichen Zeitung ein Brief von Herrn Pan Xinchun, in dem
dieser die Verantwortung für die Vertuschung von SARS leugnete und Joel
Chipkar als Mitglied eines "finsteren Kultes" bezeichnete.
Im
August 2003 reichte Chipkar daraufhin beim Obersten Gerichtshof von
Ontario eine Verleumdungsklage gegen Herrn Pan ein. Chipkar sagte, dass
der vom chinesischen stellvertretenden Generalkonsul in Toronto, Herrn Pan
Xinchun, geschriebene Angriff gegen ihn und seinen Glauben an Falun Gong,
der dann im "Toronto-Star" veröffentlicht wurde, ein durchschlagender
Beweis dafür sei, dass chinesische Konsulate in Kanada Hass verbreiten und
in den vergangenen Jahren Kanadier gegen Falun Gong
aufhetzten.
Dieser Artikel auf
Chinesisch: http://www.minghui.ca/mh/articles/2004/2/4/66614.html Dieser
Artikel auf
Englisch: http://www.clearwisdom.net/emh/articles/2004/2/5/44809.html
Originalartikel
erschienen in: de.clearharmony.net am Sonntag, 8. Februar
2004 http://de.clearharmony.net/articles/200402/14790.html
Zusammengestellt aus einem Bericht erschienen
auf www.minghui.de am Samstag 12. Juni,
2004. Adresse:
http://www.minghui.de/articles/200406/13805.html
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